Frei Alberto-Schule in Sao Luis / Brasilien

Unsere Pfarrgemeinde ist aufgerufen zur Unterstützung der Vorschulen in den Armenvierteln von Sao Luis in Nord-Brasilien.

Nach gründlichen Recherchen und Vorüberlegungen im Sachausschuss 'Projektpartnerschaft Eine Welt' hat der Pfarrgemeinderat 1998 beschlossen, dass die gesamte Gemeinde mit all ihren Gliederungen zu einer konzentrierten Hilfe für Kinder in den 'favelas', den Elendsvierteln von Sao Luis, aufgerufen werden soll.

Viele Gemeindemitglieder kennen die Arbeit der dort wirkenden Franziskaner-Patres bereits durch Berichte von Schwester Maria Goretti, die sich wie ihre Mitbrüder in Sao Luis um die Ärmsten der Armen kümmert: um die Kinder in den 'favelas'. Die Franziskaner-Patres und -Schwester haben dort Alphabetisierungsprojekte initiert, damit alle Kinder Lesen, Schreiben und Sprechen lernen. Denn das Erlernen von Lesen und Schreiben bedeutet nicht nur mechanisches Einüben von Buchstaben, Zahlen und Zeichen, sondern es heißt: denken und handeln! Alphabetisierung bedeutet Befähigung zur Ausübung der eigenen Bürgerrechte!

Das brasilianische Schulsystem sieht vor, dass nur solche Kinder in die Grundschule aufgenommen werden können, die in privaten Vorschulen bereits Lesen und Schreiben gelernt haben. Diese privaten Vorschulen kosten die Eltern Geld- und hier beginnt ein teuflischer Kreislauf:

Was unser Geld bewirken kann:

  • Mit 350 € können wir das monatliche Gehalt einer Lehrerin finanzieren.
  • 12 € kostet die vorgeschriebene Schulkleidung für ein Kind.
  • 60 € kostet die wöchentliche Schulspeisung für eine ganze Schulklasse.

  • 25 € werden für Schulbücher benötigt.

Für eine Klasseneinrichtung werden benötigt:

  • 20 € je Schulbank
  • 30 € für eine Wandtafel
  • 100 € für einen Materialschrank

Sehr viele Kinder können aus finanziellen Gründen nicht zur Vorschule gehen, da sie durch eigene Arbeit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen und da ihnen die Eltern das erforderliche Schulgeld nicht bezahlen können. Ohne Vorschule erhalten sie keinen Zugang zur Schule - ohne Schul-bildung lernen sie nicht Lesen, Schreiben und Rechnen - ohne diese bei uns selbstver-ständlichen Kulturtechniken werden sie auch als Erwachsene Opfer von Ausbeutung, Unterdrückung und Versklavung sein, denn sie kennen ihre Rechte nicht, werden bei Verträgen übers Ohr gehauen, können sich nicht informieren, können nicht mitreden und mitbestimmen.

Die Franziskaner-Patres und ihre Mitarbeiter/innen sorgen sich u.a. auch um eine Schulspeisung und Schulkleidung. Denn nur wenn Ernährung und Bekleidung als Grund-bedürfnisse befriedigt sind, können sich die Kinder dem Lernen zu wenden.

Vielfältige aktuelle Infos finden Sie im Internetportal der FranziskanerMission


Zwei Berichte aus der Praxis:
Bericht 1 Bericht 2

28.07.2011 /cl