Berichte aus dem Gemeindeleben im Jahr 2009

Glanzvolle 1. Aufführung des Messias von G. F. Händel unter der Gesamtleitung von Martin Kotthaus

Eine wunderschöne 1. Aufführung des „Messias“ von G. F. Händel erlebten die über 350 Zuhörer in der voll besetzten kath. Pfarrkirche St. Michael in Waldbröl am 3. Adventssonntag 2009, zu der die ev. Kantorei und der kath. Kirchenchor „St. Cäcilia“ eingeladen hatten.
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90 Sängerinnen und Sänger beider Chöre boten ein respektables Bild, als sie gemeinsam den imposanten Einstieg „Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn“ gestalteten und auch die folgenden Chöre wurden prägnant und textverständlich vorgetragen. Schon gegen Ende des zweiten Teils nach dem mitreißenden Vortrag des „Halleluja“ , zu dem sich die Zuhörer von ihren Plätzen erhoben hatten, gab es minutenlang Zwischenapplaus.

ausführlicher Bericht

Ausflug des ehemaligen Pfarrgemeinderats von Waldbröl und Nümbrecht nach Münster

Nachdem man sich nun 4 Jahre gemeinsam stets zu Sitzungen und Arbeitseinsätzen getroffen hatte, begab sich der ehemalige Pfarrgemeinderat (PGR) von Nümbrecht und Waldbröl am Samstag, dem 28.11.2009 zu einem Ausflug nach Münster. Dort angekommen wurden wir im Kapuzinerkloster von den Kapuzinern bereits freudig erwartet und empfangen. So begannen wir unseren Ausflug mit einer heiligen Messe in der Kapuzinerkirche des Klosters, die von Pfarrer Jansen und Kaplan Hannig feierlich gehalten und von einem Kapuziner an der Orgel wunderschön begleitet wurde.
Von dort aus begaben wir uns ins Zentrum weiter ...

Gelungenes Cäcilienfest

Am 28. September feierte der Kirchenchor St. Cäcilia zusammen mit Gemeindemitgliedern und Sängern befreundeter Chöre das bereits traditionelle Cäcilienfest.
An diesem Abend konnte wiederum einige Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrte und ausgezeichnet werden.

Ausführlicher Bericht und Foto mit den geehrten Mitgliedern ...

Adventbasar der kfd Waldbröl

Auch dieses Jahr präsentierte die kfd- St. Michael in Waldbröl dank der großen Mithilfe vieler Frauen ein reichhaltiges Angebot . So konnten die Besucherinnen und Besucher neben  verschiedensten Sorten von Plätzchen, Marmeladen und Likören auch wieder  Adventskränze und – gestecke, adventliche und weihnachtliche Dekorationen und Handarbeiten für Jung und Alt erwerben.

Das Café lud mit vielen Kuchensorten zum gemütlichen Teil des Nachmittags ein, der Zeit für Begegnungen und Gespräche ließ.  

Erfreulicherweise ergab sich ein Reinerlös von etwa 1800 €. Von diesem Erlös erhielten die drei Projekte unsere Gemeinde je 400 € :

  • Projekte von Eva Pevec in El Alto in Bolivien
  • Projekt der Frei Alberto Schule  in Brasilien
  • Projekt: „Traum der Aline “ in Brasilien

Je 150 € wurden an caritative Projekte in Waldbröl überwiesen:

  • SKFM
  • die Gruppe der Alleinerziehenden/ SKFM
  • Verein für Kinder und Jugendliche
  • Kontaktpunkt   in Waldbröl

Vielen Dank an alle, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben !

Ursula Köster

Neue Minis eingeführt

Am Sonntag, den 15.09.2009, wurden sieben Mädchen durch Kaplan Hannig in die Messdienerschaft von St. Michael Waldbröl aufgenommen.

Annalena, Maya, Melissa, Malvina, Julia, Anette und Anna Maria zogen zunächst ohne Gewänder, in Begleitung vieler älterer Ministranten, in die Kirche ein. Zuerst nahmen sie in der ersten Bank Platz, wo sie gespannt und voller Aufregung auf die Aufnahme in die Messdienerschar warteten. Nach einer kurzen Ansprache durch Kaplan Hannig wurden sie einzeln nach vorne gerufen, wo ihre Gewänder und ihre Plaketten gesegnet wurden, die ihnen durch ihre Ausbilder Frank, Stephan und Jennifer überreicht wurden. Danach wurde mit allen Messdienern das Messdienerversprechen gesprochen. Anschließend durften die neuen Minis die Fürbitten sprechen und ihre frisch erworbenen Kenntnisse bei der Gabenbereitung und bei der Wandlung in die Tat umsetzen.

Nach der Messe gingen alle Messdiener zu einem "Früh-Schoppen" ins Cafe Ulbrich, wo wir die Einführung der neuen Minis  gefeiert haben.   

Jennifer Peterburs

Packender Bericht von Sw. Maria Goretti beim Pfarrfest

Ihren persönlichen Werdegang als Ordensschwester und besonders ihren Einsatz für die Ärmsten der Armen in Brasilien wußte Sw. Maria Gortetti während des Eröffnungsgottesdienstes zum diesjährigen Pfarrfest von St. Michael packend und anschaulich zu beschreiben. Dabei ging sie insbesondere auf das Haus des 3.Alters, ein Haus für Ordenschwestern im vorgerückten Alter, und das Haus für Mädchen "Traum der Aline" ein und schilderte die Entwicklungen dieser Einrichtungen in den letzten Jahren - möglich geworden dank der Spenden auch aus Waldbröl.

Der Familienchor AM-HA-ADON aus Nümbrecht gestaltete diesen Festgottesdienst mit modernen religiösen Liedern.

Anschließend entwickelte sich im und um das Pfarrheim in gewohnter Weise ein buntes Treiben. Einer der Höhepunkt war die Aufführung des Musicals "Der Regenbogenfisch" durch die Kinder unseres Kindergartens "St. Michael". Die Bilder vermitteln einen kleinen Eindruck von den vielfältigen Angeboten.

Segnung der Osternester

Zum zweiten Mal hatte Pastor Jansen zur Segnung der Osternester eingeladen - und viele Gemeindemitglieder aller Altersgruppen waren am Ostersamstag mit ihren Osternestern und Körben voller Ostereier und Ostergebäck zur Kirche gekommen. In einer kurzen Begrüßung erinnerte Pastor Jansen daran, dass er diesen schönen alten aus Polen stammenden Brauch auf Bitte von Gemeindemitgliedern im vergangenen Jahr erstmalig aufgegriffen hatte.
Nach einer kleinen Andacht bat er alle Anwesenden mit ihren Ostergaben an die Grabstelle Jesu - das Kreuz, das am Karfreitag nach der Kreuzverehrung feierlich im Chorraum abgelegt worden war - und segnete dort die Osternester.

Bleibt zu wünschen, dass dieser Brauch in unserem Gemeindeleben eine feste Einrichtung wird.

wocl

KreuzStationenWeg in St. Michael Waldbröl

Objekte aus der Projektarbeit am Hollenberg-Gymnasium regten zur Betrachtung und zum Gebet an

Ein KreuzStationenWeg wurde 20. März 2009 in der Pfarrkirche St. Michael in Waldbröl bis eine Woche nach Ostern installiert. Nischen in der Rückwand des Altarraums boten Platz für 5 Stationen. Als Installation in der Kirche St. Michael wurde der Charakter der Fasten- und Osterzeit plastisch veranschaulicht. Betrachtern wurde ermöglicht, den Kreuzweg Jesu auf neue Art nachzuvollziehen, Parallelen in der heutigen Zeit zu entdecken und auf das eigenen Leben zu übertragen.

Es wurden verschiedene Gottesdienste mit Schülern, Jugendgruppe, Gemeindemitgliedern angeboten. Die Kirche stand Besuchern tagsüber offen – Flyer gaben den Betrachtern Erklärungen.

Im Rahmen der Projektwoche 2009 des Hollenberg Gymnasiums in Waldbröl ist der KreuzStationenWeg entstanden. Schüler der Jahrgangstufe 11 haben mit zwei Lehrern des Fachbereichs katholische Religion dieses Projekt entworfen. Der KreuzStationenWeg wurde zum ersten Mal Mitte Januar zum Ende der Projektwoche 2009 im Hollenberg Gymnasium präsentiert. Die Projektgruppe hat die traditionellen Kreuzwegstationen von Jesus Christus als Vorlage genommen und 4 Stationen plastisch und textlich gestaltet.Kreuze und Modelle aus Holz und anderen Materialien stellen die Situationen der Stationen eindrücklich dar. Texttafeln vertiefen Gedanken und regen zum Nachdenken an. Rot-orangene Tücher mit Kerzen leiten den Weg von Station zu Station.

Das Schulprojekt wurde von dem Lehrer Michael Themann angeboten und begleitet. Drei Schüler der Jahrgangsstufe 11 haben den KreuzStationenWeg erarbeitet und umgesetzt. Kaplan Sebastian Hannig begleitete die Installation in der Kirche.

Coffee-Stop: Abschalten und Kaffee trinken

Gleich zweimal boten der Sachausschuss „Partnerschaft mit der einen Welt“ unserer Pfarrgemeinde St. Michael und der Verein Eine-Welt-Aktion Waldbröl e.V. eine Gelegenheit zum „Coffee-Stop“ an: auf dem Kram- und Viehmarkt am 26.März und am Sonntag, den 29.März nach der Hl. Messe um 10.30 h vor der Pfarrkirche.

„Coffee-Stop“ – eine Kaffeepause für einen guten Zweck. Die Idee dieser bundesweit auf Initiative vom kirchlichen Hilfswerk MISEREOR in vielen Städten organisierten Aktion ist ganz einfach: es wird Kaffee gekocht und gegen eine freiwillige Spende an alle, die gerne eine Pause einlegen wollen, ausgeschenkt. Vielleicht ergeben sich dabei auch Gespräche zur Arbeit der kirchlichen Hilfswerke. Zudem können sich die Gäste über die Projekte informieren, die durch die Waldbröler Kirchengemeinden und durch die Eine-Welt-Aktion Waldbröl e.V. finanziell gefördert werden.

Mit dieser Aktion unterstützen die Kaffeetrinker Menschen in Afrika, Asien und Südamerika und bekommen dafür eine Tasse heißen Kaffee. So fördern sie die Projekte kirchlicher Hilfswerke und die Hilfe zur Selbsthilfe in den Ländern des Südens.

wocl

Weichenstellung für Pfarrgemeinderatsarbeit in unserem Seelsorgebereich
Klasurtagung der Pfarrgemeinderäte im Seelsorgebereich

Der veränderte Wahlmodus und die neuen Aufgaben und Ziele des im November 2009 zu wählenden neuen Pfarrgemeinderats waren Gegenstand einer Klausurtagung, zu der am Samstag, dem 14. März 2009 dreißig Mitglieder der amtierenden Pfarrgemeinderäte unseres Seelsorgebereichs, darunter drei Hauptamtliche und neun Mitglieder des Pfarrgemeinderats Waldbröl, im Pfarrheim in Denklingen zusammen kamen. Dieses Arbeitstreffen wurde von Hans-Peter Theodor vom Generalvikariat Köln moderiert.

Entsprechend der vom Erzbistum Köln Anfang diesen Jahres erlassenen neuen Pfarrgemeinderatssatzung wird in diesem Jahr erstmals nur noch ein Pfarrgemeinderat für den gesamten Seelsorgebereich gewählt.

In einem Schritt wurden die Aufgaben des neuen PGR heraus gearbeitet.
Diesbezüglich heißt es in § 2 der neuen Satzung für Pfarrgemeinderäte: „Der PGR hat die Aufgabe, unter Wahrung der spezifischen Verantwortung des Pfarrers gemeinsam mit ihm und dem Pastoralteam das pastorale Wirken entsprechend den Herausforderungen im Seelsorgebereich zu entwickeln und zu gestalten, dass die Kirche in den Lebensräumen und Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist.“
Gemeindespezifisch wurde herausgearbeitet, ob die Arbeit der amtierenden Pfarrgemeinderäte diesem Grundauftrag entspricht und wie sich dieser Auftrag konkretisiert.
Dabei wurde zusammengestellt, welche Themen, Aktivitäten und Projekte dem jeweiligen PGR im letzten Jahr wichtig waren, welche Spaß gemacht haben und welche demotivierend und erschwerend für die PGR- Arbeit waren.
Zunächst galt es dabei, die für die Teilnehmer in diesem Zusammenhang neuen Begriffe der Lebensräume und Lebenswelten zu definieren. Wenn man Lebenswelt mit dem Wohnort gleich setzt, so konnten alle bejahen, dass sie in der Lebenswelt des jeweiligen Wohnorts mit der PGR- Arbeit präsent sind. Im einzelnen erfolgt dies durch caritative und katechetische Arbeit, Feiern wie beispielsweise Tauferinnerungsfeier, Suppenessen, Gebete in Advent- und Fastenzeit oder die Veranstaltungen rund um die neue Orgel in Sankt Michael. Gemeinsam wurde überlegt, wen diese Angebote erreichen. Dabei wurde deutlich, dass eine langsame Öffnung stattfindet im Hinblick auf andere Konfessionen und Religionen, aber auch bezüglich des neuen Seelsorgebereichs.
Als problematisch wurde empfunden, dass es immer schwieriger wird, Menschen zu motivieren, in der Kirche mitzuarbeiten. Die Strukturdebatte in den vergangenen Monaten und Jahren kommt genauso erschwerend hinzu wie der Umstand, dass in Wiehl und Bielstein der Priester nicht mehr vor Ort wohnt.

Hans-Peter Theodor empfahl, die Arbeit der Vergangenheit nicht negativ zu sehen: alle PGR-Mitglieder sollten stolz sein auf das, was sie bisher erreicht haben und positiv in die Zukunft blicken. So müssten alle für sich selbst herausarbeiten, ob es Menschen gibt, die die PGR- Aktivität als Gewinn sehen. In diesem Fall werde man selbst bedeutsam für andere und andere werden bedeutsam für einen selber. Vorrangiges Ziel des neuen PGR sei die Rettung der aktiven Gemeinde und danach die Arbeit an konkreten Projekten. Gemeinsames Ziel muss es sein, Christus berührbar zu machen: Was bringt der Glaube an Lebenssinn für alle Menschen? Was sind die Antworten, auf die Fragen der Menschen, denen wir konkret begegnen?

Diese Fragen und Ziele müsse – so der Moderator - der PGR konkretisieren und danach seine Aktivitäten ausrichten. Im Seelsorgebereich müsse man dann herauszufinden, ob man an den gleichen Fragen arbeitete.

Um diese allgemeinen Anforderungen und Aufgaben konkret für den Seelsorgebereich auszuarbeiten, ist vom Erzbistum in § 2 Abs. 2 der Satzung der PGR vorgegeben, dass der PGR in Zusammenarbeit mit Pfarrer an der Erarbeitung und Realisierung eines Pastoralkonzepts mitwirkt. Darin sollen gemeinsam pastorale Herausforderungen festgestellt werden, Handlungsperspektiven entwickelt und Leitlinien, Schwerpunkte und Zielsetzungen benannt werden. Dieses Pastoralkonzept soll dann regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden.

Das Pastoralkonzept beschreibt besonders Ziele und Umsetzungsschritte einer missionarischen Ausrichtung der Pastoral durch
-          die ehrfürchtige und lebendige Feier der Liturgie
-          die unverkürzte und angemessene Glaubensverkündung
-          die geisterfüllte und tatkräftige Caritas.
Die Sorge um Jugend, Ehe und Familie findet dabei besonders Berücksichtigung.

Pfarrer Jansen legte einen ersten Entwurf eines solchen Pastoralkonzeptes für unseren Seelsorgebereich vor, der von den Teilnehmern ausführlich besprochen wurde.

 Im letzten Teil der Klausurtagung wurden dann strukturelle Inhalte erörtert. Zunächst wurde festgelegt, dass die Wahl paritätisch stattfinden soll, das heißt alle Pfarreien wählen die gleiche Anzahl an PGR- Mitgliedern, wobei Nümbrecht auf Grund seiner Größe in diesem Fall als eigenständig gezählt wird. Über die genaue Anzahl der Mitglieder pro Gemeinde soll in den einzelnen Pfarrgemeinderäten gesprochen werden.  Zudem wurde beschlossen, in jeder Pfarrei Ortsausschüssen einzurichten. Darüber hinaus fand ein reger Austausch über die Bildung von Sachausschüssen sowohl auf Seelsorgebereichs- als auch auf Ebene der Ortsausschüsse statt.

Abschließend wurden die Motivation für eine Mitarbeit im neuen PGR und oder in einem der Ortsausschüsse sowie Werbung für neue PGR- Mitglieder angesprochen. Der Moderator differenzierte dergestalt, dass die konzeptionelle Arbeit auf Ebene des PGR liege, während die praktische Arbeit zukünftig vorwiegend in den Ortsausschüssen stattfinden werde.

Ein besonderer Dank gilt Uwe Schippers, der den Tag für die Gemeinde Denklingen alleine ausrichtete und sich sowohl um Aufbau als auch um Bewirtung und Beköstigung gekümmert hat. Alle Teilnehmer haben sich in Denklingen sehr willkommen und wohl gefühlt!
Zudem gilt es Herrn Theodor für die überzeugende Moderation dieser Klausurtagung zu danken. Er verstand es, die sechs Stunden interessant und lebendig zu gestalten.
Letztlich gebührt der Dank allen Anwesenden, die sich an diesem schönen Tag die Zeit genommen und sich intensiv mit der Arbeit des PGR beschäftigt haben. Sie haben damit wiederum einen wertvollen Dienst für die Kirche geleistet.

Stephanie Baum

„Monika Hauser - Nicht aufhören anzufangen“

Mehr als 100 Interessierte konnte Ulla Reinsch, die Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft Waldbröl (kfd) am 7. Januar 2009 im Pfarrheim in Waldbröl begrüßen zu einer Lesung von Chantal Louis, Journalistin und Emma-Redakteurin, über das Leben und die Arbeit der Kölner Frauenärztin und Menschenrechtlerin Monika Hauser. In einer anschließenden Diskussion bestand die Möglichkeit, Monika Hauser persönlich Fragen zu stellen und weitere Informationen über ihre Arbeit und ihre Motivation für ihren bewundernswerten und erfolgreichen Einsatz, für den sie im Dezember 2008 den alternative Nobelpreis bekam, zu erhalten.
„Nicht aufhören anzufangen“ lautet der Titel des Buches von Chantal Louis, aus dem sie mehrere Kapitel auszugsweise vorlas, und dies ist auch gleichzeitig das Motto von „medica mondiale“, einer von Monika Hauser gegründeten Organisation, die sich weltweit um kriegstraumatisierte Frauen kümmert.

Louis erwähnt u.a. auch die Schlüsselerlebnisse von Monika Hauser, die Auslöser für ihren unermüdlichen Einsatz für traumatisierte Frauen in Krisengebieten waren und weckt durch ihre Lesung die Neugier auf weitere Schilderungen aus ihrem Buch. Sie schlägt einen Bogen von der Gründung von medica mondiale 1993 in Bosnien, über die Entstehung und den damit verbundenen Schwierigkeiten verschiedener Projekte, zu einem Exkurs des im Oktober 2008 angelaufenen Filmes über die Vergewaltigungen von Frauen in Berlin am Ende des zweiten Weltkriegs.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde Monika Hauser u.a. nach ihrer persönlichen Motivation zu dieser Arbeit gefragt. Hauser, die schon immer ein offenes Ohr für bestimmte Arten von Geschichten von Frauen hatte, die andere Ärzte einfach nicht beachteten. Die Wut im Bauch über menschenverachtende Behandlung von Frauen in vielfältigen Situationen veranlasst sie auch heute noch, immer wieder anzufangen.
Auch an weiteren Informationen über die Arbeit und Organisation von medica mondiale waren die  Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert. Ziel ist es, tragfähige Konzepte und Projekte zu entwickeln, die den betroffenen Frauen die Möglichkeit geben, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit Behörden und Ministerien, Beschaffung von Finanzmitteln, Schulung von Mitarbeiterinnen, Betreuung der angelaufenen Projekte stehen neben konkreter Arbeit mit den betroffenen Frauen.
Projekte von medica mondiale wurden im Kosovo (1999), in Albanien(1999), in Afghanistan(2002) und einigen afrikanischen Ländern (Liberia 2005) entwickelt.
Das sehr erfolgreiche und inzwischen selbstständige Bäuerinnenprojekt aus Bosnien hat beim Aufbau viel Zeit in Anspruch genommen. Ein kleiner Junge aus Bosnien hat sich bei medica mondiale mit den Worten bedankt: „ Erst habt Ihr die Seele meiner Mutter geheilt, dann habt Ihr meiner Mutter eine Kuh geschenkt.“ Diese Worte machen deutlich, in welcher Reihenfolge die Hilfe zur Selbsthilfe erfolgen muss und sie lassen erahnen, wie viel Zeit dafür notwendig ist.

Zum Schluss versprach Monika Hauser: „Nicht aufhören anzufangen heißt für uns so weitermachen, wie wir in den vergangenen 15 Jahren gearbeitet haben.“
Ulla Reinsch versteht diesen Titel des Buches auch für die kfd als Aufforderung, sich weiterhin immer wieder kritischen und schwierigen Themen zu stellen und nicht aufzuhören mit dem Engagement gegen Gewalt an Frauen.

Ulla Reinsch/Ulla Köster

Kinder suchen Frieden – Sternsinger waren wieder erfolgreich unterwegs

378 Sternsinger des Seelsorgebereich „An Bröl und Wiehl“ sammelten 41.481,03 €

Ungeachtet der klirrenden Kälte zogen zum Jahreswechsel 378 Sternsinger des Seelsorgebereichs „An Bröl und Wiehl“ mit ihren Betreuern durch die Straßen ihrer Heimatorte und überbrachten den Segensgruß „Christus mansionem benedicat“ - „Christus segne dieses Haus“. Dann schrieben sie die Grußformel „20 +C + M + B + 09“ über die Türen.

„Kinder suchen Frieden“ heißt das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen 2009. Das Beispielland der diesjährigen Aktion ist Kolumbien. Mit diesem Leitwort wollten die Sternsinger darauf aufmerksam machen, dass Mädchen und Jungen ein Recht darauf haben, in einer friedlichen und gewaltlosen Umgebung aufzuwachsen.
Gerade in Kolumbien sind Vertreibung, Terror und Misshandlungen jedoch an der Tagesordnung. Ein Ende der Gewaltspirale ist für viele Menschen in dem lateinamerikanischen Land nicht denkbar.
Dabei zeigen gerade die vielen Projektpartner der Aktion Dreikönigssingen, dass es auch anders geht. In Kindergärten, Tagesstätten, Schulen und Pfarrgemeinden werden Kindern ihre Rechte vermittelt. Ihnen wird erklärt, dass ein Leben in ständiger Angst vor Gewalt nicht normal ist, die Kinder lernen, miteinander in Frieden zu leben.
Für die Umsetzung ihrer Rechte setzen sich Mädchen und Jungen in Kolumbien sogar öffentlich ein.

Zur Unterstützung dieser Aktivitäten baten die Sternsinger um Spenden, die über das Kinder-Missionswerk mit Sitz in Aachen für diese Aktivitäten in Kolumbien wie auch für Hilfen zugunsten notleidender Kinder in vielen anderen Ländern der Welt eingesetzt werden. Diese Bitte der Sternsinger wurde auch in diesem Jahr wieder großzügig erhört: 41.481,03 € waren am Ende in den vielen Sammeldosen der Sternsinger des Seelsorgebereichs. Dies sind rund 10% mehr als im Vorjahr.

Höhepunkt auf ihrem Weg durch die Gemeinde waren für viele Sternsinger die Besuche in den Rathäusern, zu denen die Bürgermeister von Nümbrecht, Waldbröl und Wiehl die Kinder und Jugendlichen eingeladen hatten. Dabei wurde das Engagement der Sternsinger für eine gemeinnützige Aufgabe deutlich hervorgehoben. Neben einer Spende und anerkennenden Worten hatten die Verwaltungschefs aber auch an Süßigkeiten für die Sammler gedacht. Und in Wiehl gab es zudem für alle Sternsinger Freikarten zum Eislaufen.

Zum Dank hatten die Pfarrgemeinden ihre Sternsinger am Dreikönigstag zu einer Fahrt nach Köln eingeladen. Zunächst feierten die Sternsinger im Dom einen Festgottesdienst zum Fest der Hl. Drei Könige, den Kardinal Meisner zelebrierte. Nach einer Pause im Dom-Forum zogen sie dann in kleineren Gruppen zum Schokoladenmuseum, wo sie unter sachkundiger Führung viel über die Geschichte der Schokolade, ihre Herkunft und Herstellung sowie den fairen Handel mit diesem Produkt erfahren konnten.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
St. Antonius Denklingen :       58 Sternsinger und  23 Betreuer;           4.604,60 € Sammelergebnis
St. Bonifatius Bielstein:           87 Sternsinger und  25 Betreuer;           8.587,96 € Sammelergebnis
St. Mariä Himmelfahrt Wiehl:  152 Sternsinger und  45 Betreuer;         14.334,91 € Sammelergebnis
St. Michael Waldbröl mit Hl. Geist Nümbrecht
                                              81 Sternsinger und   50 Betreuer;         13.953,56 € Sammelergebnis

                                            wocl

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